10 Einblicke in die Anfänge und Entwicklung des Pitter Kornati Cup
Klaus Pitter plaudert aus dem Nähkästchen
Wenn man heute über den Kornati Cup spricht, denkt man an eine der größten und bekanntesten Charterregatten im Mittelmeer. Doch die Anfänge waren alles andere als gesetzt - neu, geprägt von viel Improvisationsgeist, Leidenschaft und dem besonderen Pioniercharakter eines kleinen Abenteuers.
Zum 25. Kornati Cup lohnt sich ein Blick zurück: Klaus Pitter erinnert sich an die frühen Jahre, in denen alles begann – und aus einer Idee Schritt für Schritt das gewachsen ist, was heute selbstverständlich wirkt.
Alle Infos zum 25. Kornati Cup
1. Alles begann mit einer Idee und 16 Yachten
Nach dem Vorbild des ehemaligen Murter Kornati Cup, ließ Klaus Pitter gemeinsam mit seinen kroatischen Partnern, Marin Katičin und Zeljko Jerat den Kornati Cup wieder neu aufleben. 2001 standen gerade einmal 16 Yachten am Start – davon fünf direkt vom Stützpunkt von Pitter Yachtcharter.
„Jeder fängt mal klein an“, sagt Klaus Pitter rückblickend. Aber die Begeisterung war sofort da.
2. Die erste Regatta-Erfahrung für viele
Für viele Teilnehmer war es die erste echte Offshore-Regatta überhaupt – auch für Klaus Pitter selbst. Es ging weniger um Perfektion, sondern um das gemeinsame Erlebnis auf dem Wasser.
Gerade dieses gemeinsame Erleben – die besonderen Crew-Momente, die Kombination aus sportlichem Segeln und einem geselligen Rahmenprogramm – hat den Kornati Cup von Beginn an geprägt und bis heute seinen Charakter bewahrt.
Johann Buchinger, leidenschaftlicher Katamaransegler, der gemeinsam mit einem Freundes- und Gleichgesinntenkreis über viele Jahre maßgeblich zur Entstehung einer eigenen Katamaran-Gruppe beim Kornati Cup beigetragen hat, die heute jedoch nicht mehr besteht.
3. Schon im zweiten Jahr wurde es eng:
Schnell war klar, dass der Kornati Cup schneller wächst als gedacht. Das Marina-Restaurant, in dem sowohl die Eröffnungsfeier als auch die Skipperbesprechung stattfanden, stieß langsam an seine Grenzen – ein größeres Festzelt musste her.
4. Von den Anfangsjahren zur gewachsenen Organisation
Spätestens ab 2003 wurde klar spürbar, wie sich der Kornati Cup organisatorisch weiterentwickelt – mit mehr Struktur, professioneller Regattaleitung und dem Anspruch, trotz wachsender Größe die besondere familiäre Atmosphäre zu bewahren.
Während die Crew-T-Shirts früher noch persönlich von Schiff zu Schiff verteilt wurden – begleitet von einem Begrüßungstrunk und einem gemeinsamen Anstoßen auf eine gute Regatta – ließ sich das mit steigender Teilnehmerzahl so nicht mehr umsetzen.
Der Spirit ist jedoch geblieben: Heute holen sich die Crews ihre Startnummern, das Regattaprogramm und kleine Give-aways gesammelt bei der Anmeldung ab – effizient organisiert, aber nach wie vor geprägt von Begegnungen, Gemeinschaft und der mittlerweile schon traditionellen Pelinkovac-Verkostung.
5. Segeln ohne Wind – Party statt Regatta
2003 zeigte sich die Adria von ihrer ganz anderen Seite: über 30 Grad, kaum Wind. Auf allen Yachten wurde kurzerhand aus der Regatta eine schwimmende Party – besonders in Piskera.
6. Wetter als echter Gegner
2004 wurde legendär: Sturm in Piskera mit über 40 Knoten Jugo, ein Tag kompletter Stillstand auf der Insel. Vorräte wurden knapp, die Stimmung blieb dennoch einzigartig.
7. Erinnerungen schaffen – die „Nautic Moments“ des Kornati Cup
Der Kornati Cup ist für viele, besonders für jene, die immer wieder teilnehmen, mehr als nur eine Regatta – er zieht die Teilnehmer in seinen Bann und schafft bleibende Erinnerungen an besondere „Nautic Moments“.
Schon früh war es ein Anliegen, diese Erlebnisse festzuhalten – lange bevor jeder seine Highlights selbstverständlich mit dem Smartphone dokumentieren konnte. Bereits beim dritten Kornati Cup gab es eine erste Bildergalerie – damals noch auf VHS-Videokassette, ein Jahr später bereits als CDs und DVDs mit automatischer Bildershow für das TV-Gerät.
Bildergalerie Kornati Cup 20258. Von VHS bis Print – gelebte Erinnerungskultur
Parallel zur digitalen und visuellen Dokumentation entwickelte sich auch die gedruckte Begleitung der Veranstaltung stetig weiter. Was heute selbstverständlich online verfügbar ist, hatte auch im Printbereich seine festen Wurzeln: von ersten einfachen Ergebnis- und Informationsunterlagen bis hin zu professionell gestalteten Printprodukten, wie die Kornati Cup News und danach die Kornati Cup Revue, die den Kornati Cup über die Jahre als hochwertige Broschüre täglich begleitet haben.
So wurde die Regatta nicht nur auf dem Wasser erlebt, sondern auch in greifbarer Form dokumentiert – als Erinnerung. Die Gestaltung, der Druck und die tägliche Verteilung der am frühen Morgen erscheinenden Zeitungen stellten dabei eine logistische Herausforderung dar.
Im Laufe der Zeit rückte der Fokus der Zeitung jedoch zunehmend in den Hintergrund, da durch Formate wie das tägliche Kornati Cup TV sowie den Kornati Cup Film das Interesse an bewegten Bildern stetig wuchs. Schließlich musste das Printformat dem wachsenden Bedürfnis nach digitalen Fotos und filmischen Eindrücken weichen.
9. Wachstum am Limit - Qualität statt unbegrenzten Wachstums
Das Jahr 2008 markierte einen Wendepunkt: Mit 111 Yachten am Start wurde eine Größenordnung erreicht, die logistisch kaum noch zu bewältigen war. Die Grenzen des Machbaren traten deutlich zutage – insbesondere bei der täglichen Routenplanung, da geeignete Häfen mit ausreichend Kapazität und ausreichender Wassertiefe für eine derart große Flotte schwer zu finden sind.
So zog man zukünftig Konsequenzen und begrenzte die Teilnehmerzahl auf rund 100 Yachten.
10. Wandel der Etappen und Klassen – Kurs auf Vielfalt und Fairness
Auch die Routenplanung und die Wahl der Yachten haben sich im Laufe der Zeit kontinuierlich weiterentwickelt. Der Kornati Cup hat dabei seine Struktur immer wieder an nautische, organisatorische und sportliche Anforderungen angepasst.
Die Tagesziele lagen traditionell im Gebiet der Kornaten und der angrenzenden Inselwelt – einem der dichtesten und zugleich anspruchsvollsten Segelreviere der Adria. Je nach Regattaformat wurden dabei unterschiedliche Häfen und Marinas angesteuert, um den Crews sowohl sportlich interessante als auch organisatorisch sinnvolle Etappen zu bieten. Die Auswahl der Ziele war dabei stets ein Balanceakt zwischen Segelstrecke, Sicherheit, Liegekapazitäten und dem besonderen Charakter der Inselwelt.
Parallel dazu gewannen sogenannte Einheitsklassen (One-Design-Klassen) zunehmend an Bedeutung. Bei diesen Bootsklassen segeln alle Teams mit weitgehend identischen Yachten, wodurch nicht die technische Überlegenheit des Materials, sondern ausschließlich seglerisches Können, Taktik und Teamarbeit über die Platzierung entscheiden. Dies führte zu mehr Chancengleichheit und einem sportlich transparenteren Wettbewerb.
Fazit: Mehr als eine Regatta
Der Kornati Cup war von Anfang an mehr als ein sportlicher Wettbewerb. Er ist ein Mix aus Segeln, Emotion, Gemeinschaft und Geschichten, die man als Crew erlebt.
Oder wie Klaus Pitter es zusammenfasst: „Es war nie nur eine Regatta – es war immer Segeln als Leidenschaft!“
Der Kornati Cup ist mehr als nur eine Regatta – er ist ein Erlebnis voller besonderer Crew-Momente und sportlicher Herausforderungen. Und selbst wenn man denkt, man kennt bereits alle Facetten – von spiegelglatter See bis Starkwind – überrascht der Kornati Cup jedes Jahr aufs Neue.
Auch an Land zeigt sich der besondere Charakter der Veranstaltung: Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Livebands, DJs und dem legendären Abendprogramm sorgt dafür, dass kein Tag ohne Highlights endet. So wird der Kornati Cup nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land intensiv gelebt.
Er läutet nicht nur die neue Chartersaison ein, sondern steht seit 25 Jahren für Leidenschaft im Segelsport.
Abschließend noch ein wichtiger Hinweis: Zum 25. Jubiläum sind aufgrund von internationalen Stornierungen noch ein paar wenige Startplätze verfügbar – eine letzte Chance für alle, die es bisher nicht geschafft haben, sich ihren Platz beim Jubiläums-Cup zu sichern.
Jetzt Startplatz sichernDer Kornati Cup ist eine der bekanntesten Segelregatten in Kroatien, organisiert von Pitter Yachtcharter. Die Regatta vereint sportlichen Wettkampf auf dem Wasser mit Teamgeist und spannenden Herausforderungen.
Der Kornati Cup begann als kleine Segelregatta in Kroatien mit wenigen Crews. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung und steigendes Interesse entwickelte er sich zu einem internationalen Segel-Event mit zahlreichen Teilnehmern und wachsender Bekanntheit in der Segelszene.
Die Segelregatta in Kroatien überzeugt durch ihre Kombination aus sportlichem Wettbewerb, traumhaften Segelrevieren und geselligem Rahmenprogramm. Besonders das Mitsegeln im Team sowie Networking mit anderen Crews machen den Kornati Cup zu einem Highlight im Segelkalender.
Der Kornati Cup findet in den Kornaten statt – einer der schönsten Inselgruppen der Adria. Die Region bietet ideale Windbedingungen und spektakuläre Natur, was sie perfekt für eine Segelregatta und auch einen Segelurlaub macht.
Der Kornati Cup richtet sich sowohl an erfahrene Regattasegler als auch an ambitionierte Einsteiger. Teilnehmer können aktiv mitsegeln, ihre Segelfähigkeiten testen und Teil einer internationalen Segel-Community sein.